Beteiligte

Anja Nowak studierte Theater-, Film- und Medienwisschenschaft, sowie Vergleichende Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main. Sie ist als Mitherausgeberin an der kritischen Gesamtausgabe Walter Benjamins beteiligt und promoviert zur Zeit an der University of British Columbia in Vancouver. Ihr 2012 erschienenes Buch Elemente einer Ästhetik des Theatralen in Adornos Ästhetischer Theorie ist die erste umfangreichere Publikation, die sich mit Adornos Verhältnis zum Theater befasst.

Hans-Thies Lehmann war bis 2010 Professor für Theaterwissenschaft an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er war dort führend am Aufbau des Studiengangs Theater-, Film- und Medienwissenschaft beteiligt; 2002 gründete er hier den Aufbaustudiengang Dramaturgie. Er war u.a. Gastprofessor für Theaterwissenschaft in Frankreich, Litauen, Polen und USA. Lehmann veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Gegenwartstheater, zu ästhetischer Theorie und insbesondere zu Bertolt Brecht und Heiner Müller. Zu seinen einflussreichsten Veröffentlichungen zählt Postdramatisches Theater (1999).

Patrick Primavesi ist Professor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und Direktor des Tanzarchivs Leipzig. Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte sind Theater der Antike, Drama und Theater in Deutschland um 1800, Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Heiner Müller, Theorie und Praxis gegenwärtiger Formen von Theater, Tanz und Performance, sowie Interventionen im urbanen Raum.

Alexander Karschnia ist Theaterwissenschaftler und –macher: Performer, Texter & Theoretiker. Er schreibt für und über Theater, u.a. über Brecht, Müller, Schlingensief, Pollesch, Rimini Protokoll u.a. 1998 scheiterte er mit Christoph Schlingensiefs Partei CHANCE 2000 im Bundestagswahlkampf und widmete sich daraufhin intensiv der Heiner-Müller-Forschung an der Frankfurter Goethe-Universität. Zum Zeitvertreib gibt er Workshops, hält lecture performances oder organisiert Konferenzen. Er ist Mitbegründer von andcompany&Co. Seit Ende 2007 lebt und arbeitet er in Berlin.

Aenne Quiñones ist Dramaturgin und Kuratorin für Theater/Performance und lebt in Berlin. Sie war als Dramaturgin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz tätig, dort entwickelte sie Produktionen u.a. mit Gob Squad, René Pollesch, Schorsch Kamerun, Forced Entertainment. 2010 und 2012 war sie künstlerische Leiterin des Festivals FAVORITEN in Dortmund. Seit der aktuellen Spielzeit ist sie die stellvertretende künstlerische Leiterin und Kuratorin für Theater am Berliner Hebbel auf Ufer.

friendly fire gründete sich Ende 2011 als freie Theater- und Performancegruppe. Die Kernmitglieder Melanie Albrecht und Michael Wehren realisieren mit wechselnden Teams Arbeiten an den Schnittstellen von Text, Performance und Installation. Insbesondere Institutionen und Produktionsformen stehen im Zentrum ihres Interesses.

andcompany&Co. ist ein international bekanntes Theaterkollektiv, das 2003 in Frankfurt am Main von Alexander Karschnia, Nicola Nord und Sascha Sulimma gegründet wurde. Gemeinsam bilden sie als Ko-Regisseure ein offenes Netzwerk, zu dem stets neue Künstler unterschiedlichster Disziplinen stoßen. Ihre Stücke sind Arsenale einer Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, die von Brechts Goldgräberstadt Mahagonny über die Legende Europa zur Trilogie über Aufstieg und Fall des Kommunismus führt. Utopien und Erinnerungsfetzen werden aufgegriffen und im Wiederversprechen auf ihren Mehrwert überprüft. Seit 2007 sind sie artist-in-residence am Berliner HAU, ihre Stücke touren weltweit.

Marcus Steinweg lebt als Philosoph in Berlin. Seit 1996 hält er Vorträge im In- und Ausland zur Philosophie des Subjekts, zu künstlerischer Autonomie in faktischer Heteronomie, zu Heraklit, Nietzsche, Hegel, Maurice Blanchot und Marguerite Duras. Weitere Themen sind Dekonstruktion als Exzess, Philosophie der Freiheit, Ontologie der Überstürzung. Seit 2011 organisiert er an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin die philosophische Reihe Überstürztes Denken,mit der er die öffentliche (und eher plötzliche als allmähliche) „Verfertigung der Gedanken beim Reden“ etabliert. 

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